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MV Folkclub - eine Kulturinitiative stellt sich vor


Das Bedürfnis der Jugend von Waidhofen, sich kulturellen Alternativen zu widmen, fand in der Gründung des Folk-Club Waidhofen/Thaya im Jahre 1979 seinen Ausdruck. Die Initiative lag bei Musik begeisterten Leuten und auch bei aktiven Musikern aus der Region. Einerseits der Wunsch, sich durch Musik auszudrücken, andererseits die Freude, mit Künstlern aus dem In- und Ausland in Kontakt zu kommen, waren die Triebfedern dieses Unternehmens.

Am Anfang wurden in einem privaten Keller irisiche und schottische Folkmusik geboten. Aber bald mussten wir aus Platzgründen in öffentliche Säle übersiedeln. Endlich war es gelungen, die Stadt Waidhofen aus dem "Dornröschenschlaf" zu wecken.

Veranstaltungen des Folk-Clubs wurden zum gesellschaftlichen Ereignis. So standen in den ersten Jahren so bekannte Folks wie Gerry Lockran, Andy Irvine, Dougie Mac Lean, Battlefield Band oder Wild Geese auf den Brettern der Thayastadt.

Mit dem Ende des Folk-Booms zu Beginn der achziger Jahre erweiterten wir das musikalische bzw. kulturelle Spektrum. Neben traditioneller Musik fanden auch modernere Klänge, Literatur, Theater und Kabarett Anklang bei unserem Publikum.

H.C. Artmann, Peter Turrini oder auch Wolfgang Bauer lasen aus ihren Werken. Musikgrößen wie u. a. Jan Garbarek, The Chieftains, The Dubliners, Arlo Guthrie, Count Basic, Dana Gillespie, Axel Zwingenberger, Louisiana Red, Vince Weber, Mojo Bluesband bis hin zur Waldviertler Legende Bluespumpm waren beim Folk-Club zu Gast.

Im Jahre 1983, nach zwei Jahren idealistischen Einsatzes vieler Clubmitglieder, wurde der "Wolfskeller" im Stadtzentrum von Waidhofen als Clublokal instand gesetzt. Mit der Eröffnung dieses Clublokals fand das Nomadentum des Vereins ein vorläufiges Ende. Zumindest 10 Jahre lange. Bis zum Jahre 1993 hatte der Folk-Club an die 200 Veranstaltungen in diesem Keller im Stadtzentrum veranstaltet. 1993 wechselte der Eigentümer und der Folk-Club musste erneut eine Veranstaltungsherberge suchen.

1995 wurde man wieder fündig. Ein alter Pferdestall, der in der Monarchie als Rastplatz für Reisende fungierte und direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer von Waidhofen liegt, wurde in mühseliger Kleinarbeit adaptiert und renoviert. Die Kosten, die sich auf über zwei Millionen Schilling beliefen, wurden zur Hälfte von der Stadgemeinde sowie vom Land und Bund zur Verfügung gestellt. Die andere Hälfte musste sich der Verein hart erarbeiten.
Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 1997 und war damals sozusagen als offizielle Vorstellung des Vereins gedacht.
Autoren: Herbert Höpfl, Josef Pfabigan